Das neue visuelle Format
Laut OpenAI zeigen die neuen visuellen Anzeigen Produktinspiration, Produktnutzung oder ermöglichte Erlebnisse. Getestet wird das Format zunächst während der Bildgenerierung in ChatGPT. Die Anzeigen sind klar gekennzeichnet und vom erzeugten Bild getrennt. Wie bei der bekannten Chat-Card gilt nach Angaben von OpenAI: Werbung beeinflusst die Antworten von ChatGPT nicht.
Der Test richtet sich an Nutzer der Tarife Free und Go. Er soll „later this month“ beginnen, also im Oktober 2026, mit einer ersten Gruppe von Werbetreibenden und zunächst nur in den USA. Für andere Länder – auch für Deutschland – nennt OpenAI in diesem Beitrag keinen Termin. Preise für das neue Format werden ebenfalls nicht genannt.
Neue Messmöglichkeiten
Der zweite Teil der Ankündigung betrifft die Messung. OpenAI nennt mehrere Gruppen von Partnern:
- Upload von Conversion-Daten: Hightouch, Tealium und LiveRamp.
- Attribution (Web und App): AppsFlyer, Triple Whale, Adjust, DV Rockerbox, Northbeam, Branch, Singular, Kochava, Airbridge und Tenjin.
- Full-Funnel-Messung: Fospha, Measured und INCRMNTAL.
- Inkrementalitätsmessung per Geo-Experimenten: Haus, Measured und WorkMagic – von OpenAI selbst als „in frühen Stadien“ beschrieben.
Zudem erwähnt OpenAI Pilotprojekte zur Brand Suitability mit DoubleVerify und Integral Ad Science, ohne Zugriff auf private Gespräche. „Negative Phrases“ stehen für qualifizierte Werbetreibende zur Verfügung. Platzierungsrichtlinien sollen Anzeigen von emotional sensiblen oder ungeeigneten Kontexten fernhalten.
Was Partner berichten
OpenAI nennt außerdem erste Ergebnisse einzelner Werbetreibender, die über Messpartner erhoben wurden. Diese Zahlen stammen von den jeweiligen Partnern und sind Einzelfälle, keine Branchenwerte:
- WeightWatchers: attribuierte Cost per Acquisition 15,3 % niedriger als der gemischte Paid-Search-Benchmark (laut DV Rockerbox).
- Dose: statistisch signifikanter Lift; 67 % der inkrementellen Käufe stammten von Neukunden (laut WorkMagic).
- Portland Leather: 93 % der Besucher aus ChatGPT Ads waren neu (laut Triple Whale).
Zur Reichweite nennt OpenAI 1,2 Milliarden Menschen, die ChatGPT pro Woche nutzen. Wichtig: Werbung sehen davon nur Free- und Go-Nutzer.
Einordnung
Zwei Dinge sind aus unserer Sicht festzuhalten. Erstens ist das visuelle Format ein Test in den USA – es ist kein Grund, in Deutschland zu warten, denn das bestehende Format, die Chat-Card, ist hier bereits buchbar (europaweiter Start am 24. August 2026). Zweitens verbessert sich die Messbarkeit sichtbar. Wer ChatGPT Ads schaltet, kann Klicks und Conversions über etablierte Attributionspartner nachvollziehen; Inkrementalitätsmessung steckt laut OpenAI dagegen noch in den Anfängen. Die genannten Erfolgszahlen sollten Sie deshalb nicht auf das eigene Konto übertragen – sie zeigen, was in Einzelfällen möglich war.
Für Werbetreibende heißt das praktisch: Tracking von Anfang an sauber aufsetzen (Conversion-Daten, Attribution), Creatives so planen, dass sie auch visuell funktionieren, und mit einem klar abgegrenzten Test starten. Mehr zu unserem Vorgehen finden Sie auf der Seite ChatGPT Ads schalten lassen.
Fazit
OpenAI erweitert ChatGPT Ads um ein visuelles Format im Test und um ein breites Netz an Messpartnern. Für Deutschland ändert sich am Zugang nichts: Der Kanal ist verfügbar, und wir schalten ihn jederzeit für Kunden. Welche der neuen Funktionen wann hierzulande ankommen, hat OpenAI bisher nicht bekanntgegeben.
