Was der Index ist
Der Deutsche KI-Sichtbarkeitsindex (kurz: DKSI) ist eine laufende, öffentliche Messung der KI-Sichtbarkeit. Statt einzelner Stichproben stellen wir denselben KIs immer wieder typische Kundenfragen und protokollieren, welche Unternehmen genannt werden. Aktuell decken wir 14 Branchen in 10 deutschen Städten ab – von Hotels und Restaurants über Friseure und Fotografen bis zu Architekten und IT-Dienstleistern.
Der wichtige Punkt: Wir fragen nicht eine KI ein einziges Mal. Wir befragen mehrere Systeme – ChatGPT, Gemini und Perplexity – und mitteln über mehrere Durchläufe. Denn KI-Antworten schwanken von Mal zu Mal. Nur so entsteht ein belastbares Bild statt einer Momentaufnahme.
Wie gemessen wird
Für jede Branche und jede Stadt formulieren wir kaufnahe Kundenfragen – so, wie ein Interessent sie wirklich tippt, der den Anbieter noch nicht kennt. Nicht „Kennst du Firma X?", sondern „Welcher Fotograf in Köln ist zu empfehlen?" oder „bestes Hotel in Hamburg für ein Wochenende".
Aus den Antworten berechnen wir für jedes Unternehmen einen Share of Voice: den Anteil an allen Empfehlungen in seiner Branche und Stadt. Reine Portale und Vergleichsseiten filtern wir heraus – uns interessieren die tatsächlichen Betriebe, nicht Buchungsplattformen. Welche Fragen wir je Branche stellen und wie wir rechnen, ist vollständig offengelegt in der Methodik des Index.
Welche Muster sich zeigen
Konkrete Prozentzahlen nennen wir hier bewusst nicht – die stehen live und aktuell auf der öffentlichen Index-Seite, denn sie ändern sich. Aber über alle Branchen und Städte hinweg wiederholen sich einige Muster so deutlich, dass sie eine eigene Geschichte erzählen:
- Pro Stadt dominiert nur eine Handvoll Namen. Egal welche Branche – die KI greift immer wieder auf dieselben wenigen Anbieter zurück. Die Auswahl ist eng.
- Die Spitze vereint einen großen Teil der Empfehlungen. Die obersten Plätze holen zusammen einen überproportionalen Anteil aller Nennungen. Wer oben steht, wird immer wieder genannt; der Rest teilt sich die Reste.
- Die KIs sind sich nicht einig. Ein Unternehmen, das ChatGPT gern empfiehlt, taucht bei Gemini oder Perplexity manchmal gar nicht auf. Sichtbarkeit ist kein einheitlicher Wert – sie unterscheidet sich von KI zu KI.
- Viele Betriebe tauchen nie auf. Der größte Teil der Anbieter einer Stadt wird von keiner KI genannt. Nicht, weil sie schlecht sind – sondern weil die nötigen Signale fehlen.
Was Betriebe daraus lernen
Zwei Dinge lassen sich aus diesen Mustern klar ableiten. Erstens: Dabei sein zählt. Weil die Liste so kurz ist, entscheidet allein die Frage „genannt oder unsichtbar" darüber, ob Sie für einen KI-nutzenden Kunden überhaupt existieren. Es gibt keinen Trostpreis für Platz 12.
Zweitens: Lücken sind aufholbar. Kein Unternehmen wird als Marktführer geboren. Die Betriebe an der Spitze sind dort, weil über sie an vielen vertrauenswürdigen Stellen konsistent berichtet wird. Das lässt sich gezielt aufbauen – und gerade kleinere, lokale Anbieter können hier oft schneller aufholen, als sie erwarten.
Am aufschlussreichsten ist der Index, wenn Sie Ihre eigene Branche und Stadt ansehen. Schauen Sie nach, wer in Ihrem Umfeld die Empfehlungen einsammelt – und ob Sie dabei sind.
