Was die KI mit „individuelle Lösungen" anfangen soll
Stellt jemand ChatGPT die Frage „Welcher Heizungsbauer in Stuttgart macht Wärmepumpen für Altbauten?", muss die KI eine Antwort zusammensetzen: wer, was, wo, für wen. Findet sie auf Ihrer Seite nur Floskeln, hat sie nichts, was sie sicher behaupten kann. Eine KI hat – anders als ein Mensch – kein Interesse daran, eine Lücke wohlwollend zu füllen. Im Zweifel nennt sie den Anbieter, bei dem die Antwort schwarz auf weiß steht.
Das ist keine Studie, sondern eine Beobachtung aus unserer Arbeit: Wenn wir Firmen prüfen, die in KI-Antworten fehlen, liegt es erstaunlich oft nicht an der Technik, sondern an Seiten, die nichts Greifbares sagen.
Fünf Angaben, nach denen die KI praktisch „sucht"
- Leistungen im Klartext. Nicht „Wir sind Ihr Partner für Haustechnik", sondern „Wir installieren Wärmepumpen, Gasbrennwertgeräte und Fußbodenheizungen".
- Einsatzgebiet. Ort, Region, Stadtteile – oder „bundesweit, remote". Wer den Raum nicht nennt, wird bei „in der Nähe"-Fragen schwer zugeordnet.
- Für wen. Privatkunden, Handwerksbetriebe, Praxen, Mittelstand? Je klarer die Zielgruppe, desto leichter lässt sich Ihr Angebot einer Frage zuordnen.
- Preisrahmen oder Preislogik. Auch ohne feste Preise helfen Spannen: „Ein Erstgespräch ist kostenlos, Projekte starten bei ca. …" oder „Abrechnung nach Aufwand, Stundensatz …". Wer gar nichts nennt, fällt bei „günstig" oder „was kostet" durchs Raster.
- Ablauf und Dauer. „In drei Schritten, Start innerhalb einer Woche" ist eine Information, die eine KI wörtlich übernehmen kann.
Warum Preise der große Streitpunkt sind
Viele Betriebe scheuen Preisangaben, aus Sorge vor Vergleichbarkeit. Verständlich. Nur: Wer sich auf der eigenen Seite nicht äußert, überlässt das Feld anderen – Vergleichsportalen, Foren, dem Wettbewerb. Dort stehen dann Zahlen, die vielleicht nicht zu Ihnen passen. Ein ehrlicher Rahmen („typisch zwischen … und …, abhängig von …") ist ein guter Kompromiss: Er ist belastbar, ohne Sie festzunageln.
Fragen beantworten, wie Kunden sie stellen
Menschen fragen KI-Assistenten in ganzen Sätzen. Das spricht dafür, Ihre Seiten entlang echter Kundenfragen zu gliedern: „Wie lange dauert …?", „Was kostet …?", „Für wen lohnt sich …?". Eine Überschrift, die die Frage aufgreift, und direkt darunter eine knappe, vollständige Antwort – das ist die Form, die sich am leichtesten übernehmen lässt. Die besten Fragen finden Sie nicht am Schreibtisch, sondern im Posteingang und am Telefon. Mehr dazu, welche Signale zusätzlich Vertrauen schaffen, steht in unserem Beitrag 5 Signale, an denen KI-Assistenten erkennen, wem sie vertrauen.
Konkret heißt nicht länger
Sie müssen keine Romane schreiben. Eine gute Leistungsseite kommt mit 300 bis 500 Wörtern aus, wenn jeder Satz etwas aussagt. Streichen Sie, was jeder Wettbewerber ebenso schreiben könnte. Was übrig bleibt, ist Ihr Profil. Und es muss überall gleich lauten: auf der Website, im Google-Unternehmensprofil, in Branchenverzeichnissen. Widersprüche – etwa verschiedene Öffnungszeiten oder Leistungen – schwächen die Verlässlichkeit, wie wir in KI erzählt Falsches über Ihr Unternehmen beschrieben haben.
Ihr Plan für eine Woche
Tag 1: Alle Leistungen in einfachen Worten auflisten. Tag 2: Einsatzgebiet und Zielgruppe festhalten. Tag 3: Preisrahmen oder Preislogik formulieren. Tag 4: Die zehn häufigsten Kundenfragen sammeln und beantworten. Tag 5: Angaben im Google-Profil und in Verzeichnissen angleichen. Danach lohnt sich ein Blick, ob sich etwas bewegt – wie Sie das messen, zeigt KI-Sichtbarkeit messen. Schnelle Wunder gibt es nicht, aber jede konkrete Angabe ist ein Anker mehr, an dem die KI Sie festmachen kann.
