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KI-Suche in Deutschland: Was die neuen Zahlen für Betriebe bedeuten

Von Alex Buchanan10. Juli 20266 Min. Lesezeit

Viele Zahlen zur KI-Suche stammen aus den USA. Eine aktuelle, quotenrepräsentative Befragung von Splendid Research zeigt jetzt konkret, wie Menschen in Deutschland KI nutzen – und die Ergebnisse sollten jeden Betrieb aufhorchen lassen.

Sechs von zehn nutzen bereits KI-Tools

Laut der Befragung von 1.000 Personen (Juni 2026) nutzen 60,8 % der Menschen in Deutschland persönlich KI-Tools. Das ist keine kleine Vorreitergruppe mehr, sondern die Mehrheit. Am häufigsten geschieht das privat: 35,5 % nutzen KI ausschließlich privat, weitere 20,7 % privat und beruflich.

Wichtig dabei: KI kommt meist zuerst im privaten Alltag an – bei schnellen Fragen, Übersetzungen, Produktvergleichen – und wandert von dort in berufliche Zusammenhänge. Für Unternehmen heißt das: Ihre Kunden sind längst KI-Nutzer, unabhängig von Branche und Alter.

ChatGPT führt klar, Gemini ist fest etabliert

Bei den Systemen ist das Bild eindeutig: ChatGPT nutzten 73,7 % der KI-Nutzer in den letzten vier Wochen mehrfach, Google Gemini 49,3 %. Dahinter folgt ein fragmentierter Markt aus spezialisierten Tools. Für die Praxis bedeutet das: Wer seine KI-Sichtbarkeit prüft, sollte nicht auf eine einzelne KI schauen, sondern mindestens ChatGPT und Gemini im Blick haben – so wie es unser Check tut.

Der entscheidende Befund: KI bereitet Käufe vor

Jetzt der Teil, der über Umsatz entscheidet. Knapp 20 % der Befragten haben in den letzten vier Wochen KI für Kaufentscheidungen, Produktauswahl, Preisvergleiche oder Inspiration genutzt; 17,4 % haben sich mit KI über Produkte informiert.

Aber – und das ist der Kern – nur 1,4 % haben tatsächlich über die KI gekauft, 3,0 % einen kompletten Einkauf an einen KI-Agenten übergeben. KI ersetzt also (noch) nicht den Kauf. Sie verändert die Phase davor: das Verstehen, Vergleichen, Vorauswählen.

Genau hier liegt die Chance und die Gefahr. Die KI wird zum Gatekeeper: Sie entscheidet mit, welche Anbieter überhaupt in die engere Wahl kommen. Wer in dieser Vorauswahl nicht auftaucht, ist aus dem Rennen, bevor der Kunde je die eigene Website gesehen hat.

Was das speziell für lokale Betriebe heißt

Für lokale Unternehmen ist der Effekt besonders direkt. Fragt jemand die KI „Wer ist der beste Anbieter für … in meiner Stadt?", nennt sie nur eine Handvoll Namen. Es gibt kein „Seite zwei", auf der man noch gefunden wird – entweder genannt oder unsichtbar. Warum das so ist und wo der Hebel liegt, vertiefen wir in GEO für lokale Betriebe.

Die Konsequenz

Die deutschen Zahlen bestätigen den internationalen Trend, machen ihn aber greifbar: KI-Suche ist hier angekommen, sie prägt die Kaufvorbereitung, und ChatGPT sowie Gemini sind die relevanten Bühnen. Der erste Schritt ist immer derselbe – nüchtern messen, wo man heute steht, statt zu raten.

Nennt die KI Ihren Betrieb – oder den Wettbewerb?

Der kostenlose KI-Check prüft über ChatGPT, Perplexity, Gemini und Claude, ob Sie bei echten Kundenfragen genannt werden. Rund 30 Sekunden, Website eingeben, ohne Anmeldung.

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Quelle: Splendid Research, „KI-Nutzung in Deutschland 2026" – quotenrepräsentative Online-Befragung von 1.000 Personen (18–69 Jahre), Erhebungszeitraum 18.–26. Juni 2026, durchgeführt für HighText/iBusiness.